Braunlage

 

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Braunlage
1200 - 1865
1866 - 1923
1924 - 1967
1968 - 1994
1995 - 2006
Braunlage

Die Ortschaft Braunlage liegt zwischen Elend und Schierke im Osten, St. Andreasberg im Westen, Hohegeiß im Süden, Altenau im Nordwesten und Bad Harzburg im Norden umrahmt vom Nationalpark Harz. Der Ort ist ein Luftkurort und Wintersportplatz in einer Höhenlage von 550 m ü. NN im Ort und bis 971 m ü. NN auf dem Wurmberg.

 

Das Wappen von Braunlage

Wappen Braunlage

Die Landgemeinde Braunlage wurde mit Wirkung vom 1. Dezember 1934 durch eine Verordnung des Braunschweigischen Staatsministeriums zur Stadt erklärt.

Damit wurde der Stadt Braunlage das Recht verliehen, ein Stadtwappen zu führen.

Zur Geschichte des Wappens – der drei Fichten auf drei Hügeln – ist zu berichten:

Das Siegel des Hüttenfaktors WALTHER in Braunlage aus dem Jahre 1693 zeigte drei Tannen auf barockem Schild unter einem mittelalterlichen Helm.

Dieses Wappen ist insofern noch erhalten, als der Hüttenfaktor Walther damals der Kirche in Braunlage einen K e l c h schenkte, der sein und seiner Frau Wappen auf graviertem Silber zeigt.

Die Nachprüfungen bei dem Landesarchiv in Wolfenbüttel ergaben, dass auch das Braunlagische Gericht im Jahre 1727 ein Siegel führte, in dem die drei Fichten versinnbildlicht waren.

Nach der Bekanntgabe, dass die Stadt Braunlage in ihrem Wappen die drei Fichten führt, meldete sich ein Familienverband W e s t e –Ortsgruppe Berlin-, der mitteilte, dass ein Hans-Joachim Weste, geboren 1570 auf dem Siechenhof bei Halberstadt, in seinem Familienwappen ebenfalls die drei Tannen führt.

Die drei Hügel versinnbildlichen die drei höchsten Berge des Harzes, die rings um Braunlage liegen: den Brocken, den Wurmberg und den Achtermann.

Die am 20. Dezember 1935 erteilte Genehmigung des Wappens gestattete außerdem eine Fahne mit den aus dem Wappen abgeleiteten Farben Grün-Weiß zu führen.

 

Chronik Braunlage 1200 - 1865

Um 1200

nach Eisenerzfunden beginnende zeitweilige Besiedlung.

1227

erste urkundliche Erwähnung als „Brunla“. Über die Ortsbezeichnung
Brunenla – Braunlohe – Braunlah(e) – zum heutigen Braunlage.
Die Deutung „Brauner Wald“ ist fraglich. Prof. Jürgen Udolph tendiert
zu „Klippen-Wald“

1561

läßt der gräfliche Rat Hieronymus Pathe das Hüttenwerk in Braunlage
auf eigene Kosten wieder aufbauen.

Um 1650

erste bildliche Darstellung von „Braunlah – Das Eisen Hüttenwerck
Auff dem Hartz gelegen In der Kolli“ als Kupferstich von Matthäus
Merian. Hier ist auch die

1602

erbaute 1. Kirche zu sehen.

1689

Gründung der „Schützengesellschaft“, ältester Braunlager Verein.

1714

Kirchen-Neubau: 2. Braunlager Trinitiatis-Kirche wird geweiht. 

1715

wird Braunlage eigenes Amt. Bisher gehörte es zum Amt Blankenburg.

1748

wird nach Vorschlag von Johann Georg von Langen durch den Anbau
von Kartoffeln im Wald-Feld-Anbau die Hungersnot der Braunlager
behoben und erste Aufforstung betrieben.

1758

wird ein Blaufarbenwerk errichtet (heute Waldmühle).

1836

errichtet Carl Röhrig eine Glashütte. Bis 1905 wichtigster
Industriebetrieb in Braunlage.

1838

wird eine “Herzoglich Braunschweigisch Lüneburgische
Postexpedition” in Braunlage eingerichtet.

1865

Bau der ersten Schule

 

Chronik Braunlage 1866 - 1923

ab 1882

entwickelt sich der Fremdenverkehr. Zunächst nur als "Sommerfrische" und Moorbad.

1883  Nach einer Schneesturmkatastrophe lässt sich Oberförster Arthur Ulrichs die ersten Schneeschuhe nach norwegischem Vorbild anfertigen. Beginn des Skilaufes und der Wintersaison in Braunlage.

1887/89

Bau der jetzigen dritten Trinitatis-Kirche.

1892

Gründung des "Skiklubs Braunlage", einer der ältesten Deutschlands.

1895  1. Sanatorium entsteht (Dr. Vogeler). Bis 1987.

1896

erscheint der erste Braunlager Werbeprospekt bebildert und in Farbe. Gründung des "Harzklub Zweigvereins Braunlage".

1899  läuft der erste Zug der Südharzeisenbahn im Bahnhof Braunlage ein.
1900  Dr. Barner begründet das 2. Sanatorium in Braunlage auf dem Hütteberg.

1902

wird die erste Skisprungschanze im Bodetal errichtet. Zunehmende Wintersportveranstaltungen.

1907

Einrichtung der Kurverwaltung. Bau der Rodelbahn und des Rodelhauses.

1908  wird die Wurmberg-Rodelbahn in Betrieb genommen.
ab 1908  entstehen die Kuranlagen: Aufstauung des Gondelteiches und die Anlagen des Kurgartens.

1909

Nach dem Beitritt des Oberharzer Skiklubs in den Deutschen Skiverband finden die Deutschen Skimeisterschaften erstmals in Braunlage statt. Einweihung der zweiten größeren Skischanze am Brockenweg.

1916  Eröffnung des Heimat-, späteren Skimuseums.
1914-1918  ist Braunlage Reservelazarett.

1922/23

Deutsche Rodelmeisterschaften in Braunlage.

1923

Fertigstellung der Wurmbergschanze. Deutsche Skimeisterschaften in Braunlage

Chronik Braunlage 1924 - 1967

1930/31

entsteht das Waldschwimmbad (bis 1991).

1934

wird eine "Heilklimatiche Forschungsstelle und Wetterstation" eingerichtet.
Braunlage wird am 1. Dezember Stadt und erhält die Anerkennung als "Heilklimatischer Kurort".
4. Deutsche Winterkampfspiele in Braunlage und Schierke.

1937  wird die katholische Kapelle "Zur Heiligen Familie" geweiht.
1939-1945 ist Braunlage Reservelazarett.
April 1945 wird Braunlage von US-Truppen besetzt und dann der Britischen Besatzungszone zugeordnet.

1946

wird Braunlage Verwaltungssitz des Landkreises Blankenburg (bis 1972). Enorme Zunahme der Bevölkerung durch Flüchtlinge und Ostvertriebene.

ab 1949 Wiederaufnahme des Fremden- und Kurverkehrs mit Errichtung eines Kurmittel- und Badehauses, Ausbau des Kurparks mit Konzerthalle und Brunnenausschank.
1951  Neubau der Wurmbergschanze. Braunlage wird

1952

Austragungsort der Deutschen Nordische Skimeisterschaften. Einrichtung des Gymnasiums an den Braunlager Schulen.

1954

Die Sportrodelbahn am Wurmberg wird ausgebaut

1957

75jähriges Kurortjubiläum

1959  wird erstes Braunlager Kurhaus eingeweiht. Steht bis 2001.

1960

Neue Ski-Sprungschanze am Brockenweg eingeweiht

1965

Weihung der kath. Pfarrkirche "Zur Heiligen Familie". Grundsteinlegung für den Rathausneubau an der Herz.-Joh.-Albr.-Straße.

1962/1967

Bau der Wurmbergseilbahn in 2 Teilstrecken.

1967

Bezug des neuen Rathauses.
Chronik Braunlage 1968 - 1994

1972

am 01. Juli wird der Landkreis Blankenburg aufgelöst: Braunlage mit eingemeindetem Ortsteil Hohegeiß kommt zum Landkreis Goslar.

1974

Einweihung des Eisstadions an der Harzburger Straße. Einweihung der Tennisplätze an der Elbingeröder Straße. Bau eines Kinderspielplatzes am oberen Kurpark. Neuer Skilift auf den Skiwiesen Herz.-Joh.-Albr.-Straße

1976

Bau der Tennishalle an der Elbingeröder Straße. Umbau des Kurhauses.

1977/78

Bau des Kurgastzentrums

1982

Braunlage ist 100 Jahre Kurort. Der Wintersportverein besteht 90 Jahre. Bau der Mattenschanze am Brockenweg.

1984

Die Stadt Braunlage feiert ihr 50jähriges Stadtjubiläum. Bau der dreiteilbaren Sporthalle am Schulzentrum.

1989

nimmt die auf dem Gelände des Sanatoriums Dr. Vogeler/Dr. Schröder errichtete HAPIMAG-Ferienanlage ihren Betrieb auf.

12.11.1989 fällt die innerdeutsche Grenze.

1991

Ausbau der B27 Braunlage - Elend. Fertigstellung der Stadt- und Schilbücherei am Schulzentrum.

1994

Sprengung des 81 m hohen sogenannten Nato-Turms auf dem Wurmberg, Jahrhunderthochwasser richtet Millionenschäden an. Einweihung Radweg zwischen Braunlage und Elend.

Chronik Braunlage 1995 - 2006
1995 Fertigstellung des Tunnel-Bauwerks im Verlauf der Ortsumgehung Braunlage.

Ab 1996

Jährlich Internationales Skispringen auf der Wurmbergschanze im Rahmen der Continental-Cup-Serie.

1999 Albert Baumann wird 1. hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt Braunlage.

2000

Sanatorium Dr. Barner feiert sein 100jähriges Bestehen.
Abriss des 1905 erbauten Hotel Hohezollern mit anschließendem Neubau.

2001

Umbau der Wurmbergschanze zu einer modernen K-90-Schanze. Modernisierung der Wurmbergseilbahn. Neugestaltung der Marktstraße.
2005 Eröffnung des Nordic-Walking-Zentrums.
2006 Stefan Grote wird hauptamtlicher Bürgermeister.