Hohegeiß

 

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Hohegeiß
1268 - 1842
1843 - 1960
1961 - 2007
Hohegeiß

Das Bergdorf Hohegeiß liegt im Naturpark Harz. Es befindet sich zwischen Sorge im Nordnordosten und Benneckenstein im Osten (beide in Sachsen-Anhalt), Rothesütte im Südosten (Thüringen), Zorge im Süden und Braunlage im Nordnordwesten (beide in Niedersachsen). Durch das auf etwa 570 bis 642 m ü. NN gelegene Dorf führt im Abschnitt zwischen Braunlage und Rothesütte die den Harz querende Bundesstraße 4. Die Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt (früher innerdeutsche Grenze) führt am nordöstlichen Ortsrand vorbei; an dieser Grenze liegt etwa 3,3 km südöstlich des Dorfs das Dreiländereck Niedersachsen–Sachsen-Anhalt–Thüringen, wo der Drei-Länder-Stein steht. Nahe dem Dorf breitet sich das Naturschutzgebiet Dicke Tannen aus. (Quelle: Wikipedia)

Das Wappen von Hohegeiß

Wappen Hohegeiß Das Wappen von Hohegeiß zeigt eine springende Geiß auf einem Dreiberg stehend, sowie in der Ecke ein Kreuz als Sinnbild der Kapelle. Die über die Berge springende Geiß weist auf die hohe Lage des Ortes auf einer Bergkuppe des Hochharzes hin und versinnbildlicht den Namen des Ortes. Das Kreuz erinnert daran, dass eine mittelalterliche Kapelle zur Entstehung des Ortes geführt hat. Die Fahne des Ortes ist Blau-Weiß und zeigt in der Mitte das Wappen.

Chronik Hohegeiß 1268 - 1842

1268

Erste urkundliche Erwähnung von “Hogeyz”, damals noch kein Ort, sondern ein Forstgebiet

1444

Bau einer Kapelle “im Walde Hoegeyss” (Weihe am 8. September).

1528

Hohegeiß wird als Siedlung erwähnt.

1573

Ansiedlung bei der Kapelle erstmals als “Dorf Hohegeist” bezeichnet.

1623

50 Häuser in Hohegeiß, etwa 300 bis 400 Einwohner.

1644 älteste Eintragungen in den Hohegeißer Kirchenbüchern.
um 1645 Bau des ältesten Hohegeißer Pfarrhauses ("Alte Pfarre", heute Heimatmuseum).

1701 - 1704

Bau der evangelischen Kirche “Zur Himmelspforte” (Weihe am 09. Dezember 1704).

um 1720

Beginn umfangreicherer Bergbautätigkeit bei Hohegeiß (Hasental, Wolfsbachtal, Wolfsberg).

1731

Stiftsamt Walkenried (mit Hohegeiß) dem Fürstentum Blankenburg angegliedert.

1735 älteste Grenzsteine an der "Landesgrenze" östlich von Hohegeiß gesetzt.
1750 Drei-Länder-Stein beim Jägerfleck gesetzt.
um 1770 vorläufiges Ende der Bergbautätigkeit bei Hohegeiß.

1800

119 Häuser, 843 Einwohner - davon sind 77 als Schmiede tätig, 40 im Böttcherhandwerk, 50 als Fuhrleute.

1806 Erwähnung von Hohegeiß in F. Gottschalcks "Taschenbuch für Reisende in den Harz".
1830 Verlegung des Pfarramts von der "Alten Pfarre" (Lange Str. 54) in das Gebäude Lange Str. 34.
1833/1841 Heinrich Aukam und Christian Klapproth (aus Benneckenstein) als Wilddiebe im Hohegeißer Revier erschossen (Wilddiebstafeln).

1842

Postkutschenlinie Harzburg - Braunlage - Hohegeiß - Nordhausen wird eingerichtet. Bau der Straßen Braunlage - Hohegeiß (B4) und Zorge - Hohegeiß.

Chronik Hohegeiß 1843 - 1960
1885 Hermann Grote, Komponist des Niedersachsenliedes, in Hohegeiß geboren.
1886 Rentmeister Hermann Bechler im Schneesturm umgekommen (Bechlerstein).

1889

Gründung des Harzklub - Zweigvereins Hohegeiß (Kantor Kasten). Einsetzen des Fremdenverkehrs.

1893 Bau des Kirchturms.
1899 Fertigstellung der Harzquerbahn; Bemühungen des Gemeinderates um Streckenführung über Hohegeiß erfolglos.

1900

961 Einwohner, 155 Wohngebäude in Hohegeiß

1902

“Hotel Kasten” - größtes Hotel des Ortes - fertiggestellt (1919 "Harzer Hof", 1923 Eisenbahner Erholungsheim, 1978 Jugendherberge, 1987 abgerissen).

1903 1241 Kurgäste im Ort.
1906 Bau eines Aussichtsturms auf dem Ebersberg.
1907 Eröffnung der Bahnstrecke ellrich - Zorge, Weiterbau nach Hohegeiß erwogen.

1908

erster Bildprospekt vom “Höhenkurort Hohegeiß”.

1911

Bau der Trinkwasserversorgung für den ganzen Ort (bis dahin: Brunnen).

1920

Stromversorgung für Hohegeiß (eigene Elektrizitätsgesellschaft).

1921 Aufnahme des Busverkehrs nach Braunlage und Benneckenstein, bald darauf auch nach Walkenried und Bad Sachsa.
1924 Bau einer Sprungschanze am Ebersberg (1967/68 erneuert und vergrößert, 1991 abgerissen).

1933

1018 Einwohner. Anlage des ersten Schwimmbades im Bärenbachtal.

1943/45 Schulklassen aus Braunschweig im Rahmen der Kinderlandverschickung (KLV) nach Hohegeiß evakuiert.

1945

14. / 16. April: Kämpfe um Hohegeiß, Besetzung des Ortes durch amerikanische Truppen.
4. Juli: Sperrung der Straßen zwischen Britischer und Sowjetischer Besatzungszone.
23. Juli Ostteil des Kreises Blankenburg von britischen Truppen geräumt, wird sowejtisch besetzt. Westteil des Kreises (mit Hohegeiß) bleibt britisch besetzt, vorübergehend dem Kreis Goslar angegliedert.

1946

Selbständiger (Rest) Kreis Blankenburg gebildet; sechs Gemeinden: Braunlage (Kreisstadt), Hohegeiß, Zorge, Wieda, Walkenried, Neuhof.
Viele Flüchtlinge und Evakuierte im Ort, Bevölkerungszahl vorübergehend mehr als 2200 Einwohner.

1951 Gedenkstein für den Waldarbeiter Wilhelm Hahne gesetzt (Hahnestein am Horizontalweg).
1952 erster Stacheldrahtzaun an der innerdeutschen Grenze.
1958 Bau der Kanalisation angefangen.

1960

Bezeichnung von Hohegeiß als “Heilklimatischer Kurort”.

Chronik Hohegeiß 1961 - 2007
1963 letzter Austrieb der Hohegeißer Kuhherde.
DDR-Flüchtling Helmut Kleinert an der Grenze erschossen.

1966

Errichtung des ersten großen Skiliftes am Brande.

1968

wird mit den Arbeiten am Kurpark im Gretchental begonnen.
Flutlichtanlage auf dem Skihang am Brande.

1971

Fertigstellung und Weihe der katholischen Kirche “Heilig Geist” (31. Juli).

1972

1. Juli: Gebietsreform, Hohegeiß in die Stadt Braunlage eingemeindet. (Rest-)Kreis Blankenburg aufgelöst, Braunlage (mit Hohegeiß) zum Kreis Goslar.

1973 Eröffnung des Hotels "Panoramic".

1974

Einweihung des Kurhauses.

1975 Hohegeißer Kurverwaltung der Kurbetriebsgesellschaft Braunlage angeschlossen.

1978

Hohgeiß als “Heilklimatischer Kurort” staatlich anerkannt.

1989

Öffnung der innerdeutschen Grenze.
12. November: Bundesstraße 4 (Rothesütter Straße), am Jägerfleck (zunächst nur für einen Tag),
18. November: Benneckensteiner Straße (für Fußgänger)

1992 Hohegeiß an Gasversorgung angeschlossen.

1994

Ortsjubiläum “550 Jahre Hohegeiß”.
Umbau und Modernisierung des Waldschwimmbades.

1995

Heimatmuseum in der “Alten Pfarre” neu eröffnet.

1997 Alten- und Pflegeheim "Bergresidenz" eröffnet.

2000

Ausstellung zum 100. Geburtstag des Hohegeißer Malers Carl Hartung.

2005

Anschaffung einer neuen Glocke für die Uhr im Turm der ev. Kirche.

2007 Erneuerung/Modernisierung der Kläranlage abgeschlossen.